AG-Friedenserziehung-Geschichte

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AG Friedenserziehung-Geschichte zu Besuch beim 12. Demokratietag im Mainzer ZDF: „DENK-MAL – Wir sind Europa!“

Besucher und Politiker honorierten die Schülerarbeiten für ein friedliches Europa

Mainz/Daaden

Die Arbeitsgemeinschaft Friedenserziehung und Geschichte der Hermann-Gmeiner Realschule plus reiste vor knapp zwei Monaten mit schwerem Gepäck zum 12. Demokratietag nach Mainz. Freitags zuvor hatte man bereits das mobile Denkmal zum Kongresszentrum des Mainzer ZDF transportiert und dort aufgebaut. So entstand ein eindrucksvoller Messestand zum Thema: „DENK MAL – Wir sind Europa“, der die Besucher zum Verweilen, zu intensiven Gesprächen und zum Mitmachen einlud. Der 12. Demokratietag im Kongresszentrum des ZDF stand diesmal unter dem Motto: „Mein, dein, unser Europa?!“. Somit passte die diesjährige Arbeit der AG wunderbar in das Konzept.


                                                                                                                                       Foto © Staatskanzlei RLP/ Schäfer
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer lobte die Arbeit der Schülerinnen und Schüler.

Zunächst wurden die Schüler durch den Geschichtsunterricht inspiriert und für den Wert des europäischen Miteinanders sensibilisiert. So richtig greifbar wurde der europäische Gedanke, als man die Schlachtfelder von Verdun besuchte. Hier verstanden die Jugendlichen: Deutschland kann nicht ohne Frankreich und Frankreich nicht ohne Deutschland und: Aus Erzfeindschaft ist eine Schicksalsgemeinsaft, ja sogar Freundschaft geworden. Beide Länder verfolgen dadurch den Gedanken eines friedlichen Europas.

Interessierte Jugendliche lassen sich die Projektarbeit für Europa erklären.

Genau diese Erkenntnis, wurde von den Schüler/Innen an ihrem Messestand aufgegriffen und die Arbeit der letzten 2 Jahre in prägnanten Episoden dargestellt. Vom Bau des DENK-MALS und dem ersten Einsatz am Volkstrauertag 2016 über die Erinnerung an Helmuth Kohl bis zum „europäischen Mitmach-DENK-MAL“ mit dem Bekenntnis: „Wir sind Europa!“ für den 12. Demokratietag in Mainz.

Zuvor hatte man mit Hilfe von Hausmeister Manfred Gawlik gezimmert, gestrichen und Kabel verlegt. Danach wurde die Bild- und Textauswahl getroffen, Fotos gedruckt, ein Logo kreiert und  Buttons vorbereitet. Rund 600 Holzsterne wurden für die Aktion „vergoldet“. Ausgestattet mit zwei digitalen Bilderrahmen und „bespielbaren“ Seitenflächen, lud das DENK-MAL regelrecht dazu ein, seine Gedanken „über Europa“ auf die Sterne zu schreiben und diese dann auf dem „blauen freien Himmel Europas“ zu befestigen. Dass sich sowohl erwachsene Besucher als auch die Jugendendlichen von heute massiv Gedanken über Europa machen, konnte man an gut 400 Sternen am DENK-MAL ablesen.

Viele Besucher fixieren ihre positiven aber auch kritischen Statements zu Europa auf dem DENK-MAL.  

Gedanken wie: Frieden, Freundschaft, Solidarität, Familie, Einheit, Zukunft der Jugend, Freiheit… u.v.m. war zu lesen. Aber auch Kritikpunkte wie: zu viel Bürokratie, Ungleichgewicht, Übernahme von mehr Verantwortung mancher Staaten, Egoismus,…. etc. klangen an, denn auch diese Aspekte gehören zu einem freien Europa, welches an den Kritikpunkten wachsen kann. Ebenso konnte man sich seinen eigenen Button herstellen und sein Statement mit dem Logo: „Denk-Mal, wir sind Europa“ sichtbar nach außen tragen.

Buttons mit dem eigenen „Europaspruch“ konnte man sich direkt an die Jacke heften.

Der Messestand der Hermann-Gmeiner-Realschule plus blieb auch den anwesenden Politikern nicht verborgen und so ließ sich auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Frau Malu Dreyer von den Schülerinnen und Schülern der Arbeitsgemeinschaft über das Projekt „DENK-MAL – Wir sind Europa“ informieren und zur Gestaltung eines Sterns und Buttons inspirieren. Sie zeigte ihre Begeisterung für die zukunftsweisende Arbeit der  Jugendlichen und lobte auch im Gästebuch: „Toll, dass Ihr am Demokratietag mitmacht! Wir brauchen engagierte, junge Leute wie euch!“

Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer kreiert sich ihren eigenen „Europa-Button“

Ebenso bestätigte dies der rheinland-pfälzische Vorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Klaus Peter Hammer: “Ich bin sehr beeindruckt von eurem Engagement für den Frieden in Europa. Euer Stand und eure Arbeit ist ein toller Beitrag, dass noch mehr Menschen darüber nachdenken, wie wichtig der Frieden in Europa für uns ist. Macht weiter so!“

Die  Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz (r.) nimmt sich viel Zeit am Messestand.

Auch die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Frau Dr. Hubig nahm sich viel Zeit für eine anregende Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern. Ihr fiel besonders der Anklang des Denk-Mals bei den jüngsten Besuchern des Demokratietages auf und äußerte, dass mit der Arbeit „genau der Nerv der Zeit“ getroffen sei.

Mit Landtagspräsident Hendrik Hering im Gespräch.

Zudem begrüßte auch Herr Hendrik Hering, der rheinland-pfälzische Landtagspräsident, den Einsatz der „Westerwälder Delegation“ für den europäischen Frieden und ließ sich eingehend über die Fahrt nach Verdun und die Projekte der Arbeitsgemeinschaft aufklären.

Dr. Jürgen Kost (ILF) informiert über die Aktionen der AG seit 2014. 

„Ich habe die Arbeit der Geschichts-AG kennengelernt und war total beeindruckt! Es ist eine tolle Leistung, die ihr erbringt und ein super Engagement, das ihr in eurer Freizeit zeigt! Ich bin gespannt auf Weiteres! Danke!“ So lautete die Zusammenfassung von Dr. Jürgen Kost, Leiter des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften am ILF Mainz.

Viele gute Gespräche und Begegnungen prägten den Tag der Schülerinnen und Schüler, die auch an den Ständen der übrigen Aussteller viele neue Ideen und Informationen sammeln konnten. Für die Schülerinnen und Schüler sowie für die beiden betreuenden Lehrer Lars Limbach und Simon Imhäuser war es ein sehr spannender, informativer und beeindruckender 12. Demokratietag in Mainz. Gut gelaunt und stolz auf das Ergebnis trat das AG-Team dann die Heimreise an.


Zufriedene Shüler (v.l.n.r.): Jannik Brüning, Jason Aeckersberg, Leon Hein, Pia Schmidt, Verena Hahn, Luis Ermert, Hannes Johne, Daniela Hees, Noah Amesreiter, Lukas Reihs, Fin Kiefel, Tabea Enns, Antonia Evers, Benedikt Schneider und Kira Litau. 

Die Schüler resümierten anschließend:

„Ich hätte nicht gedacht, dass so viele unseren Stand besuchen und sich informieren wollen!“
„Die Gespräche mit den Politikern fand ich besonders spannend. Sie haben sich wirklich für unsere Arbeit interessiert!“
„Diese Gemeinschaftsaktion hat sich in jedem Fall gelohnt. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!“

 

„DENK-MAL…WIR SIND EUROPA!“

Schüler ermahnten am Volkstrauertag zum friedlichen Miteinander

Bericht November 2017

„PLUS JAMAIS LA GUERRE! – NIE WIEDER KRIEG“

60 Schüler der Klassenstufe 8 besuchten im Sommer die Schlachtfelder von Verdun

Bericht September 2017

Ausführlicher Bericht folgt!

Die Schüler/Innen der Hermann-Gmeiner-Realschule plus aus Daaden, bekannten sprichwörtlich „Flagge“ zur Deutsch-Französischen Freundschaft und dem europäischen Friedensgedanken.

Kanzler der Einheit auf DENK-MAL gewürdigt: Schüler der AG-Friedenserziehung-Geschichte gedenken
„Kanzler der Einheit“

Bericht Juli 2017

Die Schüler der AG-Friedenserziehung: (l.) Jannik Brüning, Luis Ermert, Verena Hahn, Pia Schmidt; (m.) Kira Litau, Noah Amesreiter, Jason Aeckersberg, Luca Röcher; (h.r.) Hannes Johne, Collin Limper, Tabea Enns, Lucas Reihs und Antonia Evers.

Schon lange hatte man in der AG-Friedenserziehung der Hermann-Gmeiner-Realschule plus Daaden darüber nachgedacht, wie man der Schülerschaft wichtige Gedenktage, historische/aktuelle Ereignisse oder wichtige Personen durch ein kurzes informatives „Blitzlicht“ näherbringt.

Es sollte nicht zu überladen, sondern eher ein kleiner Denkanstoß, eine Initialzündung, zum: „Mehr wissen wollen“ – ein: „Denk mal drüber nach!“ sein. Diese Idee nahmen die beiden betreuenden Lehrer Lars Limbach und Simon Imhäuser gerne auf und so wurde der Plan eines an vielen Orten einsetzbaren, mobilen Denkmals am Zeichenbrett entwickelt und mit Hilfe von Manfred Gawlik (Hausmeister) umgesetzt. Der Name DENK-MAL und seine Doppeldeutigkeit ist von den Schülern bewusst gewählt.
Der Tod des Altkanzlers Helmut Kohl am 16.06.2017 gab diesmal den aktuellen Anlass, die Gedächtniswand zu gestalten. Denn gerade den jüngeren Schülern ist der „Kanzler der Einheit“ weniger bekannt und erscheint meist erst in Klasse 9/10 in den Geschichtsbüchern. Doch prägte der große Rheinland-Pfälzer seine Zeit und unsere Epoche maßgeblich für das Leben in Deutschland und in einem freien, demokratischen und vereinten Europa. Gerade die Schrecken des 2. Weltkrieges und die darauf folgende Teilung Deutschlands, der Kalte Krieg, prägten seine Person und damit sein Handeln für Freundschaft, Frieden und Einheit. Nicht ein deutsches Europa war sein Gedanke, sondern ein europäisches Deutschland. Landesvater von Rheinland-Pfalz, „Der Handschlag von Verdun“, die deutsch-französische Freundschaft, das Treffen mit Michail Gorbatschow, der Mauerfall und nicht zuletzt die Wiedervereinigung sind nur einige historische Stationen des Wirkens Kohls, welche wir „Älteren“ in unserer Jugend als Geschichte in „Echtzeit“ erleben durften.

Diese Stationen sind auf dem DENK-MAL abgebildet und liefern Grund für Fragen, aber auch zum Austausch. Auch ein selbstkritisches Zitat des Staatsmannes ist zu finden, welches auch die Tiefen in seinem Leben aufzeigt. Ebenso liefert das DENK-MAL Gelegenheit um Abschied von einem „Glücksfall für Deutschland“ und einem „Großen Europäer“ zu nehmen.

Den ersten Einsatz erfuhr das DENK-MAL an der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag 2016, den die AG in alter Tradition in der Daadener Kirche gestaltete. Unter dem Motto: „DENK MAL, heute ist Volkstrauertag“ wurde die mobile Gedächtniswand eingeweiht. Hier konnten Besucher ihre Gedanken zum Volkstrauertag notieren und für alle sichtbar an der Wand befestigen. Das „DENK-MAL“ wurde danach im Vorraum der Kirche aufgestellt, so dass die Denkanstöße für alle lesbar waren.

Das DENK-MAL soll auch in Zukunft DENKanstöße und Gesprächsanlässe geben, Lust auf mehr Wissen, aber auch Zeit zum Versammeln und Gedenken geben. So erfüllt das mobile DENK-MAL seinen Zweck ganz im Geiste Kohls, der sagte: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

Daadener Schüler (er)lebten deutsch-französische Freundschaft in Trier und Verdun

Bericht September 2016

Daaden/Trier/Verdun
Lea Litau und Simon Gawlik, Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Hermann-Gmeiner-Realschule plus Daaden, nahmen im Sommer 2016 an einem deutsch-französischen Schülerseminar für junge Schülerzeitungsredakteure in Trier und Verdun teil.

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Die beiden Jugendlichen legten eigens mitgebrachte Blumen nieder und gedachten im Stillen der Hinterbliebenen.

Begleitet wurden sie dabei von ihrem Geschichtslehrer Lars Limbach. Die ADD Koblenz (Schulrat Thomas Hirsch und Schulrat a.D. Friedrich Hermes) organisierte dieses Gemeinschaftsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zum ersten Mal war es gelungen, sechs rheinland-pfälzische und vier Schulen aus der französischen Partnerprovinz Burgund für ein gemeinsames Schülerseminar zum Thema „100 Jahre Verdun 1916-2016“ einzuladen. „Brauchte es Krieg, um den Frieden zu schätzen?“ war die Fragestellung, unter der die vier Seminartage und die zu erstellende Seminarzeitung standen. Über die gesamte Dauer des Seminares wurde zweisprachig gearbeitet.

Die Exkursion nach Verdun und zu den umliegenden Schlachtfeldern fand am 2. Tag des Seminares statt.
Der Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes bei Hautecourt les Broville gab allen Teilnehmern einen ersten Eindruck der hohen Opferzahl auf deutscher Seite. 2885 Einzelgräber und drei Gemeinschaftsgräber für 5194 Soldaten. Tausende Namen auf den Metalltafeln. Namen, aber keine Einzelgräber. Die Gebeine liegen im Gemeinschaftsgrab. Namen, aber keine Gesichter. Doch einem konnte an diesem Tag ein Gesicht gegeben werden. Dieses „Fenster in die Vergangenheit“ ermöglichte eine zuvor erfolgte Recherche der Daadener Schülerin Madeline Schäfer für die Ausstellung: „Habt ein besseres Gedächtnis – Verdun – vom Schlachtfeld zur Versöhnung“.
Die Teilnehmer versammelten sich um das Foto, welches einen jungen Mann mit Soldatenmütze und bayerischer Uniform zeigte. Sein Name: Matthäus K., nur 24 Jahre alt. Es wurde still, als die Schüler Lea Litau, Simon Gawlik und Lehrer Lars Limbach über sein viel zu kurzes Leben berichteten. Er war bei der Verteidigung des Dorfes Fleury am 23.06.1916 gefallen. Damit gaben sie einem der vielen tausend Namen auf den Gedenktafeln ein Gesicht und eine (Lebens) Geschichte, aber auch den übrigen Teilnehmern eine Erinnerung genau an diesen Moment und genau diesen jungen Soldaten.

Die nächsten Ziele waren: Das Fort Douaumont, das „Memorial“ von Verdun, das Beinhaus von Douaumont (welches 130.000 nicht identifizierte Gebeine gefallener Soldaten beider Nationen beherbergt), dem dazugehörigen französischen Soldatenfriedhof (15.000 Gräber französischer Soldaten). Anschließend stattete man dem vollkommen zerstörten Dorf Fleury (hier kämpfte und fiel Matthäus K.) und der Innenstadt von Verdun einen Besuch ab. Vor der Fahrt hatte Herr Hirsch an jeden Teilnehmer eine rote Nelke verteilt. Rot deshalb, da diese Farbe verbindender Bestandteil beider Nationalflaggen ist. Somit hatten alle Teilnehmer auf den Friedhöfen die Möglichkeit, diese Nelken auf ein von ihnen ausgesuchtes Grab zu legen. So legten französische Schüler auf deutschen und deutsche Schüler auf französischen Gräbern ihre Blume nieder. Ein Bild, was vor 90 oder 60 Jahren kaum denkbar gewesen wäre. So sieht gemeinsames deutsch-französisches Gedenken heute aus. Tag drei stand im Zeichen der Redaktionskonferenzen, in der unterschiedliche Erlebnisse und Themen verarbeitet wurden. Wie in einer echten Redaktion ging es lebhaft zu und es wurden verschiedene Texte und Layouts diskutiert und erstellt. So stimmte man z.B. über das Titelbild und die dazugehörige „Headline“ in der Gesamtkonferenz ab. Hierbei wurde das abgedruckte Foto von Lea Litau (Rote Nelke mit dem Beinhaus von Douaumont im Hintergrund) einstimmig ausgewählt.

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Simon Gawlik gestaltete die Rückseite der Seminarzeitung durch eine eindrucksvolle Kollage. Ebenso dokumentierte er die gesamte Fahrt durch eine Fotostrecke. Pünktlich zum Redaktionsschluss um 20.00 Uhr war die Zeitung fertig und wurde in Druck gegeben. Am letzten Tag hielt jeder sein druckfrisches Exemplar in Händen. Ein Produkt und eine Erinnerung, lebendiger deutsch-französischer und europäischer Erfahrungen und Zusammenarbeit, die an diesen Tagen weit über eine reine „Arbeitsgemeinschaft“ hinausging und auch heute noch besteht.

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Damit wurden die Worte von François Mitterrand und Helmut Kohl von 1984 mehr als bestätigt:
„Nous nous sommes reconciliés. Nous nous sommes compris. Nous sommes devenus amis.“
„Wir haben uns versöhnt. Wir haben uns verständigt. Wir sind Freunde geworden.“

Fotos/Text: Lea Litau, Simon Gawlik

Volksbank belohnt langjährige Schülerarbeit für den Frieden

Bericht August 2016

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Über eine außergewöhnliche Spende von 1000,- € durften sich die Schüler/Innen und Lehrer der AG-Geschichte-Friedenserziehung (Klasse 10b) zusammen mit ihrer Schulleiterin freuen. Damit belohnte die Volksbank Daaden, vertreten durch die beiden Kundenberater Simone Utsch (im Bild rechts) und Pascal Lichtenthäler (links), die langjährige und intensive Arbeit der AG-Geschichte-Friedenserziehung der Hermann-Gmeiner-Realschule plus in Daaden.

Gemeint ist damit die beeindruckende Ausstellung: „Habt ein besseres Gedächtnis – Verdun – vom Schlachtfeld zur Versöhnung“ welche in der Zeit vom 11.05.2016 bis 01.06.2016 im Filmraum zu erleben war. Hier hatten die Schüler im Sinne des Friedensgedankens eine aufwendige Ausstellung über den 1. Weltkrieg (Schwerpunkt Verdun 1916 – 2016) mit der Fragestellung: „Haben wir gelernt?“ erstellt. Mehr als 2100 Interessierte haben in dieser Zeit die Ausstellung besucht und wurden fachkundig von den engagierten, jungen Historikern durch die Erlebnisausstellung geführt.

Der Volksbank Daaden „war es damit eine Herzensangelegenheit diese jungen, interessierten Menschen in ihrer Bildung zu unterstützen und ihr Engagement für den Frieden in unserer Zeit zu honorieren.“
Für diese Anerkennung danken recht herzlich: Unsere Schulleiterin Frau Lena Daub, alle Schüler/Innen der AG-Geschichte-Friedenserziehung mit ihren betreuenden Lehrern Simon Imhäuser (Klassenlehrer 10b) und Lars Limbach (Geschichtslehrer 10b).

Wer es im April/Mai nicht zur Ausstellung geschafft hat, hier ein kleiner Tipp:
Teile der Ausstellung werden im November 2016 noch einmal in der Schalterhalle der Volksbank Daaden zu sehen sein.

Ein Teil der zur Verfügung gestellten Gelder wurde genutzt, um die Studienfahrt nach Ypern zu untertützen.
Ein Bericht zur Fahrt kann hier eingesehen werden.

Studienfahrt Ypern 03.06. bis 05.06.2016

Studienfahrt Ypern

 

Bereits 1000. Besucher gezählt – Ausstellung bleibt bis Ende Mai geöffnet-Sonntags ab 14.00 bis 18.30 Uhr

Bericht Mai 2016

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Seit dem 11.04.2016 hat die Ausstellung der Geschichts-AG zum 1. Weltkrieg: „Habt ein besseres Gedächtnis – VERDUN vom Schlachtfeld zur Versöhnung“ bereits mehr als 1000 Besucher angezogen. Nicht nur regional hat die Ausstellung Anklang gefunden sondern auch aus der Eifel und den Niederlanden finden Besucher ihren Weg in den Filmraum der Realschule plus Daaden.

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Evelyne Sabine Amesreiter durfte sich als 1000. Besucher über einen Blumenstrauß freuen, der ihr von Noah Ermert und der Geschichts-AG überreicht wurde. Frau Amesreiter zeigte sich, wie die anderen Besucher auch, begeistert von der Schaffenskraft und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler.

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Bis heute verzeichnete die Ausstellung nunmehr über 1250 Besucher, Tendenz steigend. Alt und Jung kommen ins Gespräch. Mancher Speicher wird „gelüftet“, Gäste bringen ihre Artefakte mit in die Ausstellung und kommen so mit den Jugendlichen ins Gespräch. Kurzum: der Filmraum der Realschule plus wird zu einem Treffpunkt zwischen Jung und Alt.

Ein Grund mehr, diese Ausstellung bis zum 31.05.2016 zu verlängern.

Gerne würden wir auch Sie in der Ausstellung begrüßen! Kommen Sie vorbei:

sonntags 14:00 Uhr – 18:30 Uhr (durchgehend geöffnet)

dienstags bis donnerstags: 14:00 – 18:30 Uhr (nach vorheriger Anmeldung)

Kontakt E-Mail: verdun-1916-2016@gmx.de oder Telefon: 0151-58573845

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ausstellungseröffnung „Habt ein besseres Gedächtnis“ – Geschichts-AG der Klasse 10b präsentiert ihre bemerkenswerte Ausstellung der Öffentlichkeit

Bericht April 2017

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Zweieinhalb Jahre Arbeit stecken in dem Projekt, das die Schüler der Klasse 10b am Montag abend der Öffentlichkeit präsentierten. Angefangen hatte alles mit einer Fahrt nach Verdun im 8.Schuljahr.

Beeindruckt von dem Erlebten entstand der Wunsch, sich mehr in das Thema „1.Weltkrieg“ zu vertiefen.
In Form einer Geschichts-AG, welche von den Lehrern Lars Limbach und Simon Imhäuser geleitet wurde, wurde mehr und mehr zusammen getragen, um alles schließlich in eine Ausstellung münden zu lassen.

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Ziel ihrer Präsentation ist es, für den Frieden unter den Völkern zu werben. Die Modelle der Schlachtfelder von Verdun sowie das Beinhaus von Douaumont sprechen dabei ihre eigene Sprache

Unter Beisein von Schulrat Thomas Hirsch, ADD Koblenz, VG-Bürgermeister Wolfgang Schneider, Ortsbürgermeister Walter Strunk (Daaden) und den Vertretern der Kirche sowie den Klassensprechern, Eltern und Mitgliedern des Verbandsgemeinderats wurde die kleine Feierstunden weitestgehend von den Schülern selbst gestaltet, die auch zeigten, wie das gesamte Projekt nach und nach entstand.

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Besonders beeindruckend war die Aussage von Thomas Hirsch in seiner kleinen Ansprache:“ Wer an Europa zweifelt, der sollte nach Verdun gehen…“

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Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit geöffnet und zwar dienstags bis donnerstags von 14.00 bis 18.30 Uhr und sonntags von 14.00 bis 18.30 Uhr. Für Terminabsprachen ganzer Gruppen bitte folgende Telefonnummer wählen: 0151-58573845 oder über das Schulbüro: 02743-6015

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Geschichts-AG der Klasse 10b präsentiert eindrucksvolle Ausstellung-Eröffnung am Montag, den 11.04.2016

April 2017

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Daadener Schüler gestalten Gedenkfeier am Volkstrauertag mit Erlebnissen von ihrer Studienfahrt nach Verdun

Bericht 20.11.2014

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Am Volkstrauertag gedenken die Menschen derer, die im 1. Weltkrieg und 2. Weltkrieg gefallen sind und unter dem Regime der Nationalsozialisten gelitten haben.

Die Schüler der Klasse 9b unserer Schule ließen zu diesem Anlass Erkenntnisse zum 1. Weltkrieg (100 Jahre Gedenken des Kriegsbeginnes im Jahr 1914) und ihre Erfahrungen und Gedanken einfließen, die sie während einer Studienfahrt nach Verdun gesammelt hatten.

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Verdun ist eine französische Stadt an der Meuse (Maas), die bereits im Mittelalter zum Symbol für die Geburt Frankreichs wurde (Vertrag von Verdun 843 n.Chr.).
Im ersten Weltkrieg wurde die Festungsstadt auf deutscher und französischer Seite zu einem „strategisch“ wichtigen Ziel erhoben und arg umkämpft. Im Jahr 1916 verloren viele Menschen – neben Soldaten verschiedener Nationen auch Zivilisten – ihr Leben oder ihre Heimat rund um das Gebiet Verdun.

Zu Beginn der Trauerveranstaltung verlas ein Schüler einen Feldpostbrief aus dem historischen Roman „Feldpost für Pauline“ von Maja Nielsen. Ein Soldat äußerte sich darin über die Sinnlosigkeit des Krieges sowie dessen furchtbare Folgen. Einzigen Halt bot ihm die Liebe zu seiner Freundin Pauline. Interessanterweise kam der Brief erst knapp hundert Jahre später bei der Urenkelin, der Adressatin, Pauline an.

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Im Folgenden erläuterten die Neuntklässler, wie sie den Tag in Verdun gestalteten. An verschiedenen Gedenkstätten wie einem einstigen Dorf, Soldatenfriedhöfen, dem Fort Douaumont sowie dem Beinhaus schilderten sie die eigenen erschreckenden Eindrücke rund um die grausamen Folgen des Krieges. Dabei wurden die eindrucksvollen Erlebnisse mit Fotos dokumentiert, die parallel zu den Schilderungen die Gottesdienstbesucher noch mehr in die Thematik eintauchen ließen.

Der Schüler Luca Weeske führte anschließend seine Überlegungen zum Thema „Volkstrauertag“ an: Er mahnte dazu an, diesen Tag nicht nur zum Gedenken der Opfer der beiden großen Kriege zu nutzen. Auch andere fielen seither Kriegen, Folter, Not und Vertreibung zum Opfer. Diese Tatsache führte den Schüler zu folgender Schlussfolgerung, die nach wie vor unbeantwortet erscheint:
„Warum bezeichnen wir den Tag als Volkstrauertag und nicht als WELTTRAUERTAG?“
Weltumspannend und völkerübergreifend zu trauern sollte laut seinen Vorstellungen die Aufgabe der Menschen an diesem Tage sein! Er schloss mit den Worten: „Wer nicht bereit ist, aus der Geschichte zu lernen, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Jetzt konnte sich jeder Gottesdienstbesucher selbst die Frage stellen: „Haben wir aus der Vergangenheit gelernt?“ Als Denkanstoß zeigten die Schüler danach Fotos aus den nachfolgenden Kriegen und Krisen, vom 2. Weltkrieg über die Vietnamkrieg bis zum heutigen Syrienkonflikt, die Ukrainekrise sowie humanitären Katastrophen wie Ebola und Hungersnöten.

Zum Abschluss erinnerten die Schüler an den bedeutenden Händedruck zwischen Helmut Kohl und Francois Mitterrand 1984 in Verdun. Diese Geste legte den Grundstein für die heutige Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Da auch in der heutigen Zeit der Händedruck ein Zeichen der Höflichkeit und des gegenseitigen Respekts ist, baten die Schüler die Gottesdienstbesucher, sich ebenso die Hand zu reichen und so ihren Friedenswunsch weiterzuleiten. Dazu wurden von Louisa Marie Stühn, Madeline Schäfer, Jasmin Marsell, Lena Hoffmeister, Lea Litau, Luca Weeske und Noah Ermert, die die „Gedenkstunde“ gestalteten, zum Abschluss Kerzen an den Kirchenausgängen verteilt. Die Kerzen zeigten das Motiv eines Händedrucks zweier Menschen – auch teils mit unterschiedlichen Hautfarben. Der Gemeinde übermittelten die Schüler damit die Botschaft:

„Gerade an einem solchen Tag soll mit dieser Kerze unsere Verbundenheit mit den Verstorbenen ausgedrückt werden. Vergessen Sie jedoch nicht, dass der Frieden und dessen Wahrung im Vordergrund stehen. Daran können wir alle täglich arbeiten!“

Die jungen Vertreter unserer Schule nahmen gerne den Respekt für ihr Friedensbekenntnis, die eindrucksvollen Schilderungen ihrer Erlebnisse in Verdun sowie die Schlussfolgerungen– gerade auch von den älteren Mitmenschen – entgegen.
Am Ehrenmal der Gemeinde Daaden fand die Veranstaltung ihren Abschluss im gemeinsamen Gedenken.

„Habt ein besseres Gedächtnis“ – Fahrt der Klassen 8c und 10a nach Verdun

Berich Mai 2014

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Vorbereitet und begleitet wurde das Projekt von Lehrer Lars Limbach (Mitte links) und Lehrer Simon Imhäuser (rechts außen)

Knapp 100 Jahre ist es her, dass der europäische Kontinent und Teile der Welt in einen kriegerischen Abgrund unermesslichen Ausmaßes gerissen wurden. Die Rede ist vom 1. Weltkrieg, der uns zeitlich so weit entfernt scheint, wie die Strecke zum Mond.

Dennoch hat gerade diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts Europa, die Welt, seine Menschen und unsere Zeit nachhaltig geprägt. Ein Name ist in das Gedächtnis Europas und speziell der Länder Frankreich und Deutschland eingebrannt wie kein anderer: „Verdun“. Er steht stellvertretend für den Schrecken und die Sinnlosigkeit von Krieg und das unendliche Leid. Als Mahnmal für die Völker der Welt: Frieden zu halten. Mittlerweile ist Verdun zu einem Ort der des Gedenkens und der Versöhnung geworden.
Geschichte(n) vor Ort auf den Grund gehen und zu begreifen, dazu diente eine jahrgangsübergreifende Studienfahrt der 8c und 10a der Hermann-Gmeiner-Realschule plus Daaden, die Geschichtslehrer Lars Limbach initiierte, plante und durchführte.

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Im Vorfeld wurden im Rahmen eines Projekttages die Gründe für das Ausbrechen des 1. Weltkrieges vertieft und über die Sinnlosigkeit der grausamen Auseinandersetzungen rund um Verdun diskutiert. Schließlich reifte innerhalb der Schülergemeinschaft die Erkenntnis: Das friedvolle Zusammenleben der Menschen ist damals wie auch heute ein unschätzbares Gut!
Am Montag, dem 31.03.2014, startete die Schülergruppe unter der Leitung der beiden Lehrer Simon Imhäuser und Lars Limbach, morgens um 4 Uhr Richtung Verdun. Erster Anlaufpunkt war der deutsche Soldatenfriedhof bei Étain unweit der Stadt Verdun. Hier bekamen die Schüler einen ersten Eindruck von der immensen Opferzahl. Aber nicht nur die Anzahl der deutschen Namen auf den je nach Religionszugehörigkeit gestalteten Grabsteinen beeindruckte die Teilnehmer, sondern auch die Feldpostbriefe, die an diesem Ort vorgelesen wurden und einen Einblick in die Gefühlswelt der Soldaten ermöglichten. Den Lernenden wurde bewusst, dass viele ihren Tod vor Augen hatten und nicht mehr zu Frau und Kind, Freundin oder Familie zurückkehrten. Viele liegen auch ohne Namen auf den Friedhöfen um Verdun beerdigt, da sie nicht mehr identifiziert werden konnten.
Von diesem Friedhof aus waren auch die Anhöhen des Forts Douaumont gut zu sehen und somit der beschwerliche Weg, den die Soldaten zurücklegen bzw. erstürmen mussten.
Der Besuch des total zerstörten Dorfes Fleury-devant-Douaumont offenbarte die gewaltige Dimension der Zerstörungskraft bzw. der Materialschlacht, die in den ersten Tagen um Verdun fast unablässig tobte. Lediglich eine Trichterlandschaft ist heute noch von diesem Ort übriggeblieben, wo ansonsten das beschauliche Leben der Landbevölkerung ablief. Nur noch Pfähle markieren die ungefähre Lage von Wohnhäusern, Bauernhöfen, der Schule oder der Bäckerei.
Der Einsatz von Kriegsgerät wurde bei Faubourg Pavé deutlich, wo die Gruppe kleinere Artilleriegeschütze sichten und sich somit einen Eindruck vom Kampf „Maschine gegen Mensch“ bilden konnte. Nicht zu erfassen hingegen bleibt das daraus resultierende anonyme Sterben von Menschenmassen.
Die Fahrt durch die Citadelle von Verdun in Kombination mit einer Multimediashow machte es den Schülern möglich, den Grund des Krieges, die Auswahl Verduns und das Leben der Soldaten zu begreifen. Ebenso den Unterschied zwischen Generälen und Mannschaften, wobei erstere meist fern der Front die Einsätze planten und letztere die Auswirkungen dieser Befehle hautnah durchleiden mussten.
Noch eindrucksvoller und intensiver wurde dieses „Begreifen“ der unmenschlichen Situation im Fort Douaumont. Die eigentlich nur für 8oo Soldaten ausgelegte Festungsanlage „beherbergte“ teilweise die Anzahl von 3000. In dieser Enge lebten, aßen und starben die Soldaten unter fast ständigem Beschuss der Artillerie, die keinen Unterschied zwischen Freund oder Feind machte. Unvorstellbare Ängste und hygienische Zustände begleiteten den „Alltag“ der Menschen. Und doch wurde dieser Haufen zertrümmerter Steine erobert und zurückerobert.
„Hier wäre ich verrückt geworden“, so eine Schülermeinung, die das wirkliche Schicksal manches Soldaten widerspiegelte, denn viele wurden nicht nur körperlich verwundet, sondern verloren für den Rest ihres Lebens den Verstand.
Einen emotionalen Höhepunkt bildete der Besuch des französischen Soldatenfriedhofes mit dem dazugehörigen Beinhaus Douaumont. Die gewaltige Anzahl der Kreuze (15.000) ließ die Gruppe im Schweigemarsch den Hügel hinauf zum Mahnmal gehen. Von hier wurde die Dimension des Friedhofes noch deutlicher. Auch die Erkenntnis, dass im Beinhaus nochmals 130.000 nicht identifizierte französische und deutsche Soldaten ihre gemeinsame letzte Ruhe gefunden haben, ließ die Gruppe noch mehr in Ehrfurcht verweilen.
Den Abschluss bildete für die Schülergruppe das Verweilen an einem besonders friedvollen Ort:
Rund um die Gedenktafel, an dessen Platz Helmuth Kohl und Francois Mitterand am 22.09.1984 durch ihren Händedruck ein unvergessliches Symbol der Versöhnung hinterließen und gleichzeitig einen weiteren Stein für die deutsch-französische Freundschaft legten, bildeten die Teilnehmer einen Halbkreis. Herr Limbach fasste stichhaltig die Erlebnisse des Tages zusammen und lud die einzelnen Schüler und Lehrer ein, in der Stille der eigenen Gedanken, einen kleinen Friedenszweig als symbolischen Akt für ein friedvolles Miteinander um die Gedenktafel zu legen. Zuvor legten die Acht- und Zehntklässler einen größeren Zweig an dieser Stätte nieder, der die Räume der beiden Klassen bereits im Vorfeld als „Friedenszweig“ zierte und die geplante Symbolhandlung ankündigte. Damit wurde der Kreis zum Heute geschlossen und alle verharrten eine ganze Weile im stillen Gedenken.
Während der Fahrt informierten neben Lars Limbach immer wieder einige Schülergruppen über interessante Daten und Fakten der Gedenk- und Schauplätze, nachdem sie im Vorfeld intensiv recherchierten. Somit wurden Informationen aus den eigenen Schülerreihen lebendig vermittelt.
Beeindruckt von diesem Hintergrundwissen – aber auch von den tiefgreifenden und aufrührenden Eindrücken vor Ort – fassten die Schüler ihre Erkenntnisse später im Unterricht schriftlich zusammen.
Folgende Zitate zeugen von der Tatsache: Durch diese Fahrt nach Verdun wurde Geschichte lebendig, denn Lehren können nur diejenigen ziehen, die auch begreifen
„Es hat mich gewundert, wie ein Ort so grausam und doch friedlich zugleich sein kann.“
„Ein Mensch ist schlau, viele Menschen sind dumm.“
„Wir Menschen sind doch alle miteinander verbunden. Warum tun sich Bruder und Schwester so etwas an?“
„Bei diesem Krieg gab es keine Gewinner – nur Verlierer!“
Selbstverständlich wird die Fahrt auch nachbereitet und soll für die Schulgemeinschaft in Form von Bildern und authentischen Erfahrungsberichten dokumentiert werden. Damit soll das Gedenken an diese Zeit, den Ort und vor allem an die vielen unnötigen Opfer auch heute wach gehalten werden, damit sich Geschichte nicht wiederholen muss. Denn „habt eine besseres Gedächtnis“ (Zitat Erich Kästner) bedeutet auch, aus dem Gedenken den Mut zum friedlichen Miteinander wahr werden zu lassen.

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